Grundsätzlich gibt es Weich-, Leder- und Steinkorallen, wobei zu letzteren auch Gorgonien sowie Draht- oder Peitschenkorallen zählen. Korallen unterteilen sich in zwei Untergruppen: die Octocorallia und die Hexacorallia, was wörtlich bedeutet, dass jeder einzelne Polyp acht oder sechs Tentakel besitzt.
Korallenriff im Roten Meer 360°
Leuchtende Weichkoralle
Dendronephthya hemprichi
Baumartig in der Form, wächst jedoch eher seitlich in zwei Dimensionen und ist in der Färbung blassrosa bis ockerfarben. Nachts finden sich viele kleine wirbellose Tiere auf ihr.
Klunzingers Weichkoralle
Dendronephthya klunzingeri
Purpurrot in der Färbung, manchmal eisig weiß mit blauen Spitzen. Schrumpft beim Nichtfressen oft auf die Hälfte ihrer Größe. Hat auffällige Kalkspikulen in der Haut und beheimatet zahlreiche unterschiedliche wirbellose Tiere.
Gewöhnliche Pilz-Lederkoralle
Sarcophyton trocheliophorum
Meist auf einem einzelnen Stiel mit großen, glatten Lappen, bis sich beim Fressen die winzigen, gestielten, anemonenähnlichen Polypen ausstrecken. Lebt in gut beleuchteten Riffbereichen.
Brokkoli-Koralle
Lithophyton arboreum
Blass in der Färbung und in der Regel von einem einzelnen runden Stamm verzweigt. Wächst häufig auf beschädigten Korallen. Mag Strömung und vorgelagerte Riffe und beherbergt nachts mehrere verschiedene Arten von Wirbellosen.
Schwarzer Korallenbaum
Antipathes dichotoma
Bildet große, baumartige Strukturen aus einem einzelnen kräftigen Stamm, der über 20 cm dick werden kann. Dunkel grünlich-braun in der Farbe, jedoch mit schwarzem Skelett, ist sie im Schmuckhandel hoch begehrt. Lebensraum vieler weiterer Filtrierer wie Korallen und Flügelaustern sowie des Langnasen-Büschelbarschs.
Pulsierende Xenide
Heteroxenia fuscescens
Bildet kleine Gruppen langgestielter, blass gefärbter Polypen. Am auffälligsten ist die pulsierende Bewegung ihrer sich öffnenden und schließenden Polypen, mit der sie in der Strömung Nahrung filtern.
Spiral-Drahtkoralle
Cirrhipathes spiralis
Häufig an unteren Riffwänden, streckt sich in die Strömung und kann gerade oder spiralig wachsen. Sie kann ihre Polypen nicht einziehen und beherbergt eine Vielzahl von Korallengrundeln und winzigen Garnelen.
Büschelförmige Peitschenkoralle
Ellisella juncea
Bildet zahlreiche große, aufrecht stehende Peitschen aus einer großen gemeinsamen Basis und ist in der Ausdehnung grob zylindrisch. Häufig an tieferen Riffen, jedoch in gut beleuchteten Lagen und meist in starker Strömung, wo sie sich von vorbeitreibendem Plankton ernährt.
Prächtige Knotenfächer-Koralle
Acabaria splendens
Die dunkelrote Haut wird von ihren weißen Fresspolypen umrandet. Häufig in kleinen Gruppen, in denen einige Individuen zusammen wachsen. Wächst stets quer zur Strömung.
Purpurner Kandelaber
Pseudopterogorgia bipinnata
Markante purpurne Gorgonie mit einer schönen Fächerform und verzweigten Armen mit purpurnen Polypen.
Purpurne Zwerg-Gorgonie
Diodogorgia nodulifera
Leuchtend purpurner kleiner Seefächer, häufig an tieferen Riffen in schattigen Lagen oder auf Wracks. Schöne Fächerform mit weit verzweigten Armen.
Riesen-Seefächer
Annella mollis
Üblicherweise blass cremefarben. Steht häufig allein an der unteren Riffwand unter 18 m (60 ft). Wird von zahlreichen kleinen Korallen besiedelt und vielen Fischen als Lebensraum genutzt. Ras Umm Sid bietet hervorragende Exemplare.
Gelbe Wellen-Koralle
Turbinaria mesenterina
Sehr markante, gewellte Linienstruktur mit tiefen Tälern zwischen den Erhebungen. Olivgrün bis gelbgrün gefärbt, sehr knotig im Erscheinungsbild, da jeder Polyp eine kegelförmige Struktur besitzt. Bevorzugt helles, gut beleuchtetes Wasser, üblicherweise in weniger als 18 m (60 ft) Tiefe und ist bekannt dafür, viele verschiedene Chromis- und Riffbarsch-Arten zu beherbergen.
Orgelpfeifenkoralle
Tubipora musica
In Dunkelpurpur, Rot und Weiß gefärbt, das Skelett besteht aus Tausenden kleiner gegliederter Röhrchen. Die Polypen sind blassviolett oder rosa und leicht einziehbar, da sie druckempfindlich sind. Bevorzugt gut beleuchtete, flache Riffwände und neigt dazu, vom Riff abzustehen.
FEUERKORALLE
Millepora
Häufig in flachen Riffbereichen anzutreffen, mit einem markanten braunen, grünen oder gelben Erscheinungsbild. Ihre kleinen Polypen können bei Berührung nesseln und ein schmerzhaftes Brennen auslösen. Es ist wichtig, beim Schwimmen oder Tauchen Vorsicht walten zu lassen und sie nicht zu berühren. Beachten Sie, dass die Nesselung der Feuerkoralle bei manchen Personen eine allergische Reaktion auslösen kann, die zu Symptomen wie Schwellungen, Juckreiz und Atemnot führen kann. Wenn Sie von einer Feuerkoralle gestreift werden, spülen Sie die betroffene Stelle mit Essig oder Salzwasser ab und suchen Sie bei anhaltenden Beschwerden ärztliche Hilfe auf.
STEINKORALLE
Acropora
Das Rückgrat der Riffe im Roten Meer. Sie bildet große Kolonien, die unzähligen Meeresbewohnern Schutz bieten. Diese Korallen besitzen ein hartes, steinartiges Skelett und treten in vielfältigen Farben und Formen auf. Acropora spp. ist eine im Roten Meer häufig vorkommende Steinkorallen-Art mit Ästen, die kunstvolle Strukturen bilden. Sie bevorzugen flache, gut beleuchtete Riffbereiche und sind sehr anfällig für Bleichereignisse infolge steigender Wassertemperaturen. Es laufen Schutzbemühungen, um diese wichtigen riffbildenden Korallen zu bewahren.
HIRNKORALLE
Favia
Erhalten ihren Namen von ihren markanten Furchen und Tälern, die den Windungen eines Gehirns ähneln. Sie sind typischerweise kuppelförmig und kommen in verschiedenen Farben vor, darunter Braun, Grün und Purpur. Favia ist eine im Roten Meer verbreitete Hirnkorallen-Art mit Polypen, die sich tagsüber zur Plankton-Aufnahme ausstrecken. Sie kommt in flachen bis mittleren Tiefen am Riff vor und ist ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Fischen und Wirbellosen.
STERNENKORALLE
Pentagonaster dubeni
Eine Art der Steinkoralle, die sternförmige Kolonien bildet. Die Polypen sind typischerweise grün oder braun und tragen lange, fließende Tentakel, mit denen sie Nahrung aus dem Wasser fangen. Pentagonaster dubeni ist eine im Roten Meer verbreitete Sternenkorallen-Art mit tiefroter Färbung und kleinen, sternförmigen Polypen. Sie kommt typischerweise in flachen bis mittleren Tiefen am Riff vor und ist ein wichtiger Bestandteil des Riffökosystems.
ELCHGEWEIHKORALLE
Acropora palmata
Eine große, verzweigte Steinkoralle, die ihren Namen ihrer geweihartigen Form verdankt. Sie ist typischerweise in flachen, energiereichen Umgebungen anzutreffen und ein wichtiger Riffbildner. Acropora palmata ist eine im Roten Meer verbreitete Elchgeweihkorallen-Art mit Ästen, die bis zu 3 Meter lang werden können. Leider ist diese Koralle hochgradig anfällig für Bleichereignisse und Krankheitsausbrüche, und ihre Bestände sind in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen. Es laufen Schutz- und Wiederherstellungsbemühungen für diese wichtigen Korallenlebensräume.
HIRSCHGEWEIHKORALLE
Acropora cervicornis
Sie ist eine wichtige riffbildende Koralle und bietet zahlreichen Meeresorganismen im Roten Meer einen Lebensraum. Sie ist typischerweise braun, hellbraun oder gelb gefärbt, kann unter bestimmten Lichtverhältnissen aber auch blau oder purpur erscheinen. Es handelt sich um eine schnell wachsende Koralle, deren Äste unter idealen Bedingungen bis zu 20 Zentimeter pro Jahr wachsen können. Diese Koralle kommt in flachen Gewässern vor, typischerweise in Tiefen von 3 bis 25 Metern. Forscher arbeiten daran, die Faktoren zu verstehen, die zur Gesundheit und Widerstandsfähigkeit der Koralle beitragen, und Strategien zu entwickeln, um geschädigte Riffe zu schützen und wiederherzustellen.
SÄULENKORALLE
Dendrogyridae
Große, verzweigte Koralle, die bis zu drei Meter hoch werden kann. Sie hat dicke, kräftige Äste und eine raue, strukturierte Oberfläche, die rosa, orange oder braun sein kann. Säulenkorallen kommen in tieferen Gewässern vor und bilden einen wichtigen Lebensraum für viele Fisch- und Wirbellosen-Arten.
PILZKORALLE
Fungiidae
Eine Korallenart, die große, runde Scheiben mit einem Durchmesser von bis zu 60 Zentimetern bildet. Sie hat eine glatte, lederartige Oberfläche und kommt in einer Reihe von Farben vor, darunter Braun, Grün und Purpur. Pilzkorallen kommen in flachen Gewässern vor und sind ein wichtiger Bestandteil des Riffökosystems.
HAMMERKORALLE
Euphyllia ancora
Diese Koralle verdankt ihren Namen der Form ihrer Tentakel, die dem Kopf eines Hammers ähneln. Aufgrund ihres einzigartigen Erscheinungsbilds und ihrer pflegeleichten Art ist sie eine im Aquarienhandel beliebte Koralle. Hammerkorallen kommen in flachen, gut beleuchteten Riffbereichen vor und können mit der Zeit große Kolonien bilden.
SEEFÄCHER-KORALLE
Gorgonien
Eine Weichkorallen-Art, die eine fächerartige Form bildet. Die Seefächer-Koralle kommt im Roten Meer und in den Weltmeeren vor. Sie tritt in einer Vielzahl von Farben auf, darunter Purpur, Orange und Gelb, und kann mehrere Meter groß werden. Sie ist ein Filtrierer, das heißt, sie fängt kleine Organismen aus dem Wasser zur Nahrungsaufnahme.
SALATKORALLE
Agaricia tenuifolia
Eine Steinkorallen-Art, die große, blattartige Platten bildet. Sie kommt im Roten Meer und in der gesamten Karibik vor und ist ein wichtiger Beitrag zur Gesundheit des Riffökosystems. Sie ist auch eine beliebte Wahl für Heimaquarien, erfordert jedoch eine spezialisierte Pflege, um zu gedeihen.
FINGERKORALLE
Porites
Eine Steinkorallen-Art, bekannt für ihre fingerartigen Fortsätze und Verzweigungsstrukturen. Sie kommt im Roten Meer und in den Weltmeeren vor und bietet vielen kleinen Fischen und Wirbellosen einen Lebensraum. Sie leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit des Riffökosystems, da sie hilft, die Küste vor Erosion und Sturmschäden zu schützen.
GRÜNE STERN-POLYPEN-KORALLE
Briareum
Eine Weichkorallen-Art, die für ihre leuchtend grüne Farbe und ihre sternförmigen Polypen bekannt ist. Sie kommt im Roten Meer und in den Weltmeeren vor und ist eine beliebte Wahl für Heimaquarien. Sie ist relativ pflegeleicht und kann schnell wachsen und sich über Felsen und andere Oberflächen ausbreiten.
PEITSCHENKORALLE
Ellisella
Eine Weichkorallen-Art, die eine peitschenartige Form bildet. Sie kommt im Roten Meer und in den Weltmeeren vor und kann bis zu 3 Meter lang werden. Sie ist meist braun oder hellbraun gefärbt, kann aber auch in Gelb-, Orange- und Purpurtönen auftreten. Die Peitschenkoralle kommt typischerweise in Bereichen mit mäßiger bis starker Strömung vor, da sie auf ständige Bewegung angewiesen ist, um Nahrung aufzunehmen und Stoffwechselabfälle auszuscheiden.